Soeben erschienen: Wie viel Rechtschreibung brauchen Grundschulkinder?

Positionen und Perspektiven zum Rechtschreibunterricht in der Grundschule

Die durch den SPIEGEL 2013 ausgerufene "Rechtschreibkaterstrophe" führte zu großen Diskussionen und Rückfragen an den Unterricht. Wer Einblicke in die aktuelle fachliche Diskussion nehmen möchte, findet hier Positionen und Argumente sehr lebendig dargestellt. In dem von Norbert Kruse und Anke Reichardt herausgegebenen Buch stellen im ersten Teil acht Autoren/-innen aus Grundschulpädagogik, Unterrichtsforschung, Sprachdidaktik und Linguistik ihre Positionen für einen aktuellen Rechtschreibunterricht in der Grundschule vor. In einem zweiten Teil diskutieren alle Autoren/-innen die Positionen der jeweils anderen unter Bezugnahme auf die Artikel des ersten Teils. In einem dritten Teil verfassen wiederum alle Autoren/-innen ein abschließendes Statement. Heftig diskutiert werden die Bedeutung des Schriftsystems für den Rechtschreiberwerb, insbesondere die Stellung der Silbe, die Relevanz des Spracherfahrungsansatzes und vieles mehr.

Folgende Autoren/-innen stellen ihre Positionen vor und diskutieren miteinander:

  • Beate Leßmann: Rechtschreibung im Haus des Lernens
  • Horst Bartnitzky: Kind- und normgeleitet - die Doppelstrategie im Rechtschreibunterricht
  • Susanne Riegler: Schrift gebrauchen, Schrift verstehen
  • Carl Ludwig Naumann: Die Architektur der Schrift im Deutschen ist asymmetrisch. Was bedeutet das für den Erwerb?
  • Irene Corvacho del Toro: Zur linguistischen Fundierung der Rechtschreibdidaktik. Ein Beitrag zur Klärung vermutlicher Differenzen
  • Birgit Mesch: Schrift als System anerkennen - Zur schrifttheoretischen Basis einer didaktisch begründeten Modellierung der Ortografie
  • Manuela Böhm und Ulrich Mehlem: Mehr Zeit für die Schrift. Anmerkungen zur Rechtschreibdidaktik aus linguistischer und historischer Sicht

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Mein Kommentar:

Dieses Buch geht in die Tiefe der theoretischen Fundierung konträrer Positionen und vermittelt einen Eindruck einer Diskussion, die ebenfalls nicht an der Oberfläche verbleibt...

Individuelle Lernwege

„Individuelle Lernwege... wurzeln in der Wertschätzung der individuellen Lebens- und Erfahrungswelt des Kindes und in der Anerkennung seiner individuell ausgeprägten Lernvoraussetzungen, die sich mitunter aus dem Ersten ergeben." 

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