Sprache untersuchen

Eine Sprache lernt sich besser, wenn man ihre Strukturen durchschaut. Das gilt für den Aufbau des Wortschatzes ebenso wie für die Rechtschreibung. Mit diesen Wortbausteinen bieten Sie den Lernenden im gemeinsamen Unterricht, in Fördermaßnahmen, im DaZ-Unterricht oder auch für das häusliche Üben einen großartigen Fundus. Das ausgeklügelte Material lädt alle Altersstufen immer wieder zum Erproben, Erforschen und Erkennen elementarer Strukturen der Sprache ein! Es stellt die Grundwortschatzarbeit auf eine solide Basis.

Hier geht es zum Material mit Hinweisen zu Erstellung und Einsatz. Und hier finden Sie einen Film über ein Rechtschreibgespräch, in dem mit Wortbausteinen gearbeitet wird.

In Gesprächen über Rechtschreibung lernen die Schüler und Schülerinnen, die Strukturen der Schriftsprache zu verstehen. Dafür untersuchen sie einzelne Wörter, Wörtersammlungen oder Sätze (s. Fotos) auf die Baumuster der Schrift. Sie untersuchen den Zusammenhang von Lauten und Buchstaben (phonographisches Prinzip) und die Darstellung von Silben (silbisches Prinzip). Sie erkennen den Nutzen von Wortbausteinen (morphematisches Prinzip) und erwerben wortübergreifendes Wissen (syntaktisches Prinzip). Auch wenn die Gespräche "Rechtschreibgespräche" heißen, bilden sie ab, was "Sprache untersuchen" heißt - nämlich die aktive Auseinandersetzung mit den Mustern der Schriftsprache.

Anregungen und Materialien für Rechtschreibgespräche finden Sie hier, Filmmitschnitte aus Rechtschreibgesprächen finden Sie hier.

Rechtschreibgespräche (2)
Rechtschreibgespräche (3)
Rechtschreibgespräche (1)

Wer im Wörterbuch das Wort "gestoßen" oder gar "umgestoßen" finden möchte, muss Wissen über die Strukturen der Sprache anwenden. Das Nachschlagen(lernen) mit dem Wörterbuch oder Duden bietet deshalb vielfältige Gelegenheiten für das Untersuchen von Sprache: Man muss beispielsweise den Infinitiv bilden, das Stammwort finden, ein Kompositum auseinandernehmen und den passenden Artikel finden, die Grundform des Adjektivs bilden usw. Was vielleicht an implizitem Wissen vorhanden ist, wird hier expliziert. Dabei bilden sich auch jene Fachbegriffe, die man für die Untersuchung von Sprache benötigt.

Wer in Autorenrunden über die Wirkung von Texten nachdenkt, setzt sich intensiv mit Sprache auseinander. Er ist herausgefordert, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum der vorgetragene Texte diese oder jene Wirkung hat. Er argumentiert mit der Machart des Textes und bezieht sich auf die Art und Weise, wie Wörter und Sätze zu einem Ganzen zueinandergefügt wurden. Er lernt dabei, welche sprachlichen Mittel welche Wirkung auslösen können und baut ein Repertoire derselben auf. Im gemeinsamen Ergründen der Wirkungen von Sprache bildet sich eine Sprache für die Sprache aus.

Ausführungen zu Autorenrunden finden Sie hier, einen Filmausschnitt hier.

Hinweis für diejenigen, die hier vergeblich etwas zu "Grammatik" suchen: Die seit 2004 geltenden bundesweiten Bildungsstandars für das Fach Deutsch geben verbindlich den Bereich "Sprache untersuchen" vor - und nicht etwa den Bereich "Grammatik". Die Bezeichnung "Sprache untersuchen" alleine bringt zum Ausdruck, worum es geht: Handelnd grammatische Strukturen erschließen.

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