Schreiben eigener Texte: Demokratie lernen

Beate Leßmann

Eigene Texte zu schreiben, heißt auch, die eigene Meinung frei äußern zu dürfen! Wer Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten eröffnet, die eigenen Gedanken und Ideen schriftlich auszudrücken, leistet damit einen grundlegenden Beitrag zu einer demokratischen Erziehung.

Das freie Schreiben in einem Tage- oder Schreibbuch gibt jedem Kind oder Jugendlichen den Raum, eigene Meinungen zu finden und zu formulieren. Beim Austausch über Texte in der Autorenrunde werden sie gehört und gewürdigt, in der Schreibkonferenz werden Formulierungen gemeinsam diskutiert und ausgehandelt. Und wenn überarbeitete Texte schließlich in der Klasse oder der Schule veröffentlicht werden, dann lernen Kinder und Jugendliche, zu ihrer Meinung zu stehen und sie in einer größeren Öffentlichkeit zu vertreten.

Die Überzeugung, dass Schreiben auch eine politische Dimension beinhaltet, wurde vor fast 100 Jahren von einem großartigen Pädagogen postuliert - in Frankreich.
Mit Célestin Freinet möchte ich Sie ermutigen, Kindern und Jugendlichen „das Wort zu geben". Anregungen dazu finden Sie auf meiner Homepage.

signatur

Tagebuch bzw. Schreibbuch

"Der Schlüssel für das so verstandene „individuelle Lernen“ ist das Schreiben im Tagebuch. Es lässt jedem einzelnen Kind die Freiheit, so viel von sich selbst schreibend und gestaltend zu äußern, wie es möchte."

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