Ich lieb den Frühling...

Farben, Formen und Frische des Frühlings laden zur sprachlichen und ästhetischen Auseinandersetzung mit den Wundern des liebenswerten Frühlings ein. Gedichte und Lieder, die die Schönheit des Frühlings versprachlichen und besingen, sind zahlreich und schnell zu finden. Hier finden Sie zudem einige konkrete Anregungen und Materialien, anhand derer Sie auch die Bereiche Rechtschreibung und Grammatik integrieren können.

Beispiel: Rechtschreibung

Sammeln Sie im Rahmen eines Rechtschreibgesprächs zu Beginn der Einheit Wörter zum Thema an der Tafel oder am Whiteboard. Achten Sie darauf, Nomen immer mit dem bestimmten Artikel aufzuschreiben. Betrachten Sie gemeinsam die Schreibweisen sämtlicher Wörter. Lassen Sie die Lernenden die Schreibweisen vergleichen und nach gleichen Wortbausteinen (z.B. nach Vorsilben, Endsilben oder Wortstämmen) ordnen. Erklären Sie sich gemeinsam schwierige Schreibweisen. Wiederholen Sie dadurch Strategien und Regeln. Wenn Sie am Tag darauf durch ein Mini-Check-Diktat prüfen, wer welche Wörter normgerecht schreiben kann, wissen Sie und die Lernenden, welche Wörter individuell geübt werden müssen (z.B. in der Wörterklinik) und welche Wörter gleich in das persönliche Grundwortschatzheft (ABC-Heft) eingetragen werden dürfen.

Wählen Sie für weitere Rechtschreibgespräche ausgewählte Wörter (Wort des Tages) oder einen Satz als Grundlage (Satz der Woche). Rechtschreibgespräche lassen sich gut mit der Rechtschreibampel moderieren.

Gegen Ende der Einheit - wenn die Übungswörter durch die Wörterklinik gelaufen sind - können Sie eine Rechtschreibarbeit zum Thema als Leistungskontrolle schreiben lassen. Haben Sie Rechtschreibgespräche durchgeführt, müssen Sie nichts weiter dafür üben lassen!

Beispiel: Grammatik - und Ästhetik

Kündigen Sie das Erstellen der auf den Fotos abgebildeten Blüten an (als Frühlingsgruß, als Deko, als Muttertagsgeschenk...). Für die Beschriftung der Blütenblätter werden zum Thema passende Nomen (der Schmetterling, die Sonne, das Grün...) aus dem gesammelten Wortschatz (s.o.) ausgewählt und ggf. ergänzt. Lassen Sie die Lernenden jene Nomen auswählen, die ihnen besonders gefallen. Diese werden nun noch genauer beschrieben, indem sie jeweils um ein passendes Adjektiv erweitert werden (der tanzende Schmetterling, die wärmende, das zarte Grün). Für die Beschriftung der Blütenblätter müssen diese wiederum verkürzt werden (tanzender Schmetterling, wärmende Sonne, zartes Grün). So thematisieren Sie neben Nomen (auch Nominalisierungen) auch Adjektive in ihrer beschreibenden Funktion. Die Erweiterung der Nomen ist eine wichtige Rechtschreibstrategie zur satzinternen Großschreibung. Wenn Sie dann noch gemeinsam bedenken, wie sich die Endungen der Adjektive durch das Erweitern verändern oder sogar, wie die verkürzte Form jeweils in Abhängigkeit vom Geschlecht gebildet wird, dann haben Sie einen großen Beitrag zum Kompetenzbereich "Sprache untersuchen" geleistet.

Individuelle Lernwege

„Individuelle Lernwege... wurzeln in der Wertschätzung der individuellen Lebens- und Erfahrungswelt des Kindes und in der Anerkennung seiner individuell ausgeprägten Lernvoraussetzungen, die sich mitunter aus dem Ersten ergeben." 

Nach oben!