Anfangsunterricht

Auf den Anfang kommt es an!

Die ersten Wochen in der Schule prägen das Leben und Lernen des Kindes als Schüler oder Schülerin in entscheidendem Maße - in emotionaler und kognitiver Hinsicht. Wer sich in der Schule mit dem eigenen Erleben, Wissen und Können angenommen und gewürdigt fühlt, entwickelt eine positive Haltung, die erfolgreiches Lernen ermöglicht.

Sich von Anfang durch das Schreiben individuell bedeutsamer Wörter und Texte ausdrücken zu lernen und in die Gemeinschaft einbringen zu können, hilft, den eigenen Platz in der Schule zu finden. Ein Platz, an dem sich Geist und Seele wohl fühlen. Ein Platz, an dem sich keiner über- oder unterfordert fühlt, weil jeder auf seinem Niveau gemäß der eigenen Voraussetzungen lernt. Das Schreiben im Tagebuch mit Hilfe einer Anlauttabelle eröffnet diese Räume.


Schreiben und Rechtschreiben gehören zusammen. Durch die ersten Schritte im Schreibenlernen werden zugleich fachliche Grundlagen für die Rechtschreibung gelegt, aber auch eine Haltung vermittelt, die für den langfristigen Lernprozess wichtig ist: Andere sollen die eigenen Texte lesen können, dafür ist die Rechtschreibung da. Zweifel und Fragen bezüglich der Schreibweise werden von Anfang ernst genommen und für die Auswahl von Übungen aufgegriffen, die jeweils individuell auf den Lernstand des einzelnen Kindes zugeschnitten sind (s. Rechtschreibbox).

Aktuell: Infobogen Anlauttabelle als Ursache für schlechte Rechtschreibleistungen?

Im gemeinsamen Schreiben von einzelnen Wörtern werden Wissen und Strategien vermittelt. Rechtschreibgespräche nehmen hier ihren Anfang. In den ersten Wochen und Monaten geht es schwerpunktmäßig darum, das Schriftprinzip zu erkennen - Laute wahrzunehmen und die Zuordnung zu Buchstaben nachzuvollziehen. Das geschieht insbesondere beim Schreiben einzelner Wörter mit Hilfe einer Anlauttabelle. Von Anfang an wird dadurch die Entwicklung von Teilkompetenzen - wie insbesondere die Ausbildung der phonologischen Bewusstheit - in den Kontext des Schreibens bedeutsamer Texte gestellt.
Übungen und Spiele zur weiteren Förderung phonologischen Bewusstheit, aber auch Übungen zur Unterstützung der korrekten Stifthaltung, der Konzentration u.a. ergänzen das Schreiben im Tagebuch.

Die Übungen aus der Rechtschreibbox bieten ein umfangreiches Übungsmaterial, das schon früh zur individualisierten Förderung eingesetzt werden kann.

Die Übung von einzelnen Wörtern im Sinne eines Wortschatzlernens beginnt erst, wenn ein Kind lesen kann. Die Arbeit mit einem Wörterschatzkästchen versteht sich als Vorläufer der Wörterklinik.

Das individualsierte Arbeiten im Unterricht (Schreiben im Tagebuch, Üben an eigenen Wörtern und eigenen Rechtschreibschwerpunkten) wird um Kurse ergänzt, die jeder in seinem eigenen Lerntempo durchläuft. Die Gelben Arbeitshefte (ab 3,80, s.u. Materialien) bieten dafür ein ansprechendes, kindgerechtes Material. Da sich die Übungen jeweils an einem einheitlichen Aufgabenformat orientieren, können diese Kurse schon früh von allen Kindern selbstständig bearbeitet werden. Die Aufgaben bieten sich auch als Hausaufgaben an.

Wer seinen Unterricht individualsieren möchte, benötigt eine gute Organisation. Dafür haben sich verschiedene Pläne bewährt.

Für den Anfangsunterrich: Detaillierte Beschreibungen, Hinweise, Anregungen, Erfahrungen in:
Individuelle Lernwege im Schreiben und Rechtschreiben, Band I: Klassen 1 und 2

Materialien im Dieck-Verlag
Arbeitsheft 1: Hören und Schreiben
Arbeitsheft 2: Hören und Schreiben
Arbeitsheft 3: Schreiben und Lesen
Arbeitsheft 4: Forschen - Fragen - Entdecken

Individuelle Lernwege

„Individuelle Lernwege... wurzeln in der Wertschätzung der individuellen Lebens- und Erfahrungswelt des Kindes und in der Anerkennung seiner individuell ausgeprägten Lernvoraussetzungen, die sich mitunter aus dem Ersten ergeben." 

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