Individuelle Lernwege Teil II A: Klassen 3 bis 6

Der zweite Teilband des dreiteiligen Handbuchs für den Deutschunterricht von Beate Leßmann

Entwicklung von Schreibkompetenz auf der Grundlage individuell bedeutsamer Texte

Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Schreiben von individuell bedeutsamen Texten in allen Jahrgängen.

Wer erfahren hat, wie ernsthaft, ehrlich und voller Muße Schülerinnen und Schüler sich beim Schreiben mit ihrem Leben und der sie umgebenden Wirklichkeit auseinandersetzen und wie intensiv sie sich in der Gruppe – etwa in der Autorenrunde – mit den Texten der anderen befassen, der weiß, wie energiegeladen und beglückend diese Momente des Unterrichts für alle Beteiligten sind.

Für die Entwicklung von Schreibkompetenz...

... öffnen sich zugleich neue Perspektiven. Es sind Wege, die konsequent von den Texten der Schüler und Schülerinnen und ihrem jeweiligen Können ausgehen. Sie führen schließlich zu einer Umkehrung der traditionellen Aufsatzerziehung, die der Norm verpflichtet war. Dass auf diesen neuen Wegen sehr wohl profundes Lernen in den Bereichen Schreiben und Rechtschreiben stattfindet – bei dem die Ansprüche der Bildungsstandards vollends erfüllt werden –, zeigen die Ausführungen und Abbildungen in diesem Buch.

Anregungen für individuelle Lernwege in den Klassen 3 bis 6

  • Umsetzung aktueller fachdidaktischer Entwicklungen
  • detaillierte Beschreibungen von Unterrichtsschritten
  • auch für jahrgangsübergreifendes Lernen
  • Stichworte für die eigene Planung
  • zahlreiche Abbildungen und Fotos

  • Inhaltsverzeichnis
  • Aus dem Vorwort
  • Leseproben

Weitere Teilbände:
Teil II B: Klassen 3 bis 6 (Rechtschreibkompetenz im Kontext des Schreibens)
Teil I:     Klassen 1 und 2

Inhalt

  1. Individuelle Lernwege im Schreiben - Grundlegung
    1. „Individuell bedeutsames Schreiben" – Definition und Begründung
    2. Räume zum Schreiben öffnen: Schreibzeit und Tage- bzw. Schreibbuch
    3. Kompetenzen entwickeln – Bildungsstandards umsetzen
  2. Schreibkompetenz – begriffliche Annäherung
    1. Schreiben, Kompetenz, Schreibkompetenz
    2. Abhängigkeit von Produkt und Prozess
  3. Entwicklung von Schreibkompetenz im Unterricht – Säulenmodell
    1. Motivation als Fundament des gesamten Schreibprozesses
    2. Wenn die Lust zum Schreiben fehlt...
  4. Implizites explizieren - Von der intuitiven zur zielorientierten Textentwicklung
    1. Reflexionsgespräche als Grundlage von Überarbeitungs- und Planungskompetenz
      1. Autorenrunde als verlässlicher Teil der Schreibzeit
      2. Schreibgeheimnisse und Schreibstrategien
      3. Textsorten - Textmuster
      4. Schreibberatung
      5. Beispiele für punktuelle Leistungsüberprüfung
    2. Vom roten Faden zum Textgewebe – „Gewebemodell" und „Text-Hand" als Reflexions-, Überarbeitungs-
    3. und Planungshilfe
      1. Der „rote Faden" als besonderes Schreibgeheimnis
      2. Text als Gewebe – Gewebemodell
      3. Die Text-Hand im Unterricht
      4. Text-Re-Vision – Schreibkonferenzen und andere Wege der Textüberarbeitung
      5. Werkzeuge für die Textüberarbeitung
      6. Vom Textentwurf zum Präsentationstext
      7. Autorenlesung: Vom Schreibgeheimnis zur Schreibstrategie
      8. Texte planen lernen – Pyramidenmodell
      9. Beispiele für punktuelle Leistungsüberprüfung
  5. Und die Textsorten? Die „Aufsätze"? Schreibkompetenzentwicklung statt „Aufsatzerziehung"!
    1. Sprachfunktionen in authentischen Schreibkontexten erproben
    2. In die Breite gehen – Flexibilität im Umgang mit vielen Textsorten und –funktionen anbahnen
      1. Klassenordner „Beste Texte" – systematisiert nach Textsorten bzw. Textfunktionen
      2. Systematisierung von Schreibgeheimnissen und Textsorten im Klassenraum
      3. Halbjährliche Auswertung der eigenen Texte
    3. In die Tiefe gehen: Präzision für ausgewählte Textsorten entwickeln
      1. Struktur für Exkurse zu ausgewählten Textsorten (Beispiel: Bericht)
      2. Überarbeitungsbüros – textsortenspezifisch (Beispiel: Bericht)
      3. Merkmale von Textsorten – Stütze oder Bremse?
    4. Authentische Schreibkontexte als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Textmustern und Textsorten
      1. Informierende Textmuster – Beispiel: Sachtext
      2. Beschreibende Textmuster – Beispiel: Personenbeschreibung
      3. Dokumentierende Textmuster – Beispiel: Protokoll
      4. Argumentierende Textmuster – Beispiel: Buchkritik mit Leseempfehlung
      5. Appellierende Textmuster – Beispiel: Aufruf auf einem Plakat
      6. Erzählende Textmuster – Beispiel: Geschichte
      7. Hermeneutisch-philosophische Textmuster – Beispiel: Nachdenktext
      8. Lyrische Textmuster – ästhetische Funktion
  6. Wege der Förderung und Überprüfung von Schreibkompetenz in schulinternen Vereinbarungen verankern
    1. Individuell bedeutsames Schreiben als Basis von Förderung und Überprüfung
    2. Textsortenspezifisches Schreiben in authentischen Kontexten als Basis von Förderung und Überprüfung
  7. Sprache in Texten untersuchen – der andere „Grammatikunterricht"
    1. Textrevision – nichts anderes als „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen"
      1. Reflexion von Könnenserfahrungen - Basis für „gute Aufgaben"
      2. Überarbeitung von Texten - Wege der Sprachreflexion
      3. Rechtschriftliche Überarbeitung – Entdecken von Sprachstrukturen
    2. Üben – eingebunden in Top-Down- und Bottom-Up-Prozesse
    3. Teilkompetenzen fördern und überprüfen – Übersicht auf der Grundlage des Modells der Text-Hand
    4. Konsequenzen
      1. Abschied vom „Grammatikunterricht"
      2. Hinweise für schulinterne Vereinbarungen
      3. Und die Kinder mit Migrationshintergrund? Und mit Sprachförderbedarf?
  8. Schreiben im Kontext von Literatur
    1. Literatur – Inspiration und Autorität
      1. Sich durch literarische Muster inspirieren lassen
      2. „Das habe ich von Hänsel und Gretel abgeguckt" - Literatur als Autorität
      3. Konsequenzen: Literarisches Leben in der Schule kultivieren
    2. Wenn Schreiber/-innen sich mit Literatur auseinandersetzen
      1. Wie machen das eigentlich die großen Autoren?
      2. Literatur mit der Text-Hand bedenken
    3. Schreiben als literarisches Lernen
      1. Literarisches Lernen
      2. Rezeption und Produktion in ihrer gegenseitigen Verflechtung
  9. Stichworte für die eigene Planung und für schulinterne Vereinbarungen
  10. Literatur

Aus dem Vorwort

Das vorliegende Buch...

...ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Schreiben von individuell bedeutsamen Texten in allen Jahrgängen. Wer erfahren hat, wie ernsthaft, ehrlich und voller Hingabe Schülerinnen und Schüler sich beim Schreiben mit ihrem Leben und der sie umgebenden Wirklichkeit auseinandersetzen und wie intensiv sie sich in der Gruppe – etwa in der Autorenrunde – mit den Texten der anderen befassen, der weiß, wie energievoll und beglückend diese Momente des Unterrichts für alle Beteiligten sind.

Für die Entwicklung von Schreibkompetenz...

... öffnen sich zugleich neue Perspektiven. Es sind Wege, die konsequent von den Texten der Schüler und Schülerinnen und ihrem jeweiligen Können ausgehen. Sie führen schließlich zu einer Umkehrung der traditionellen Aufsatzerziehung, die der Norm verpflichtet war. Dass auf diesen neuen Wegen sehr wohl profundes Lernen stattfindet - bei dem die Ansprüche der Bildungsstandards vollends erfüllt werden -, zeigen die Ausführungen und Abbildungen in diesem Buch (Teil A).

Individuelle Lernwege...

...wurzeln in der Wertschätzung der persönlichen Lebensgeschichte und der fachlichen Voraussetzungen des Einzelnen. Phasen des individualisierten Lernens sind eingebunden in den Kontext des gemeinsamen Lernens in der Klasse: Das Nachdenken über Texte in Autorenrunden, die gemeinsame Überarbeitung von Texten oder Reflexionsgespräche über die Rechtschreibung sind auf die Gruppe angewiesen. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Inhalten und der Sprache der für die Einzelnen so bedeutsamen Texte intensiviert die vertrauensvolle Atmosphäre, die wertschätzende Haltung und die faire Kommunikation innerhalb der Klasse.

Das Erscheinen des zweiten Bandes...

... hat länger gedauert als erwartet. In diese Zeit fiel die Entwicklung neuer Ideen, insbesondere die des Modells der Text-Hand. Das war nicht vorhersehbar – die Ideen entwickeln sich aus dem Unterricht und der Arbeit mit den Kindern. Das Modell wurde erprobt und evaluiert, sodass nun bewährte Anregungen vorliegen. Die Arbeit mit der Text-Hand hat vieles ausgelöst, so etwa die Entwicklung von Alternativen für die Leistungsbewertung.

Für die Sekundarstufe I ...

... wurden in dieser Zeit eigene Rechtschreibboxen entwickelt. Sie verstärken den Transfer der vorgestellten Ideen in den Unterricht ab Klasse 5 (Band II B). Das Schreibbuch und die Arbeit an den eigenen Texten mit der Text-Hand finden zunehmend Eingang in den Deutschunterricht der Sekundarstufe. Die hier vorgestellten individuellen Lernwege entsprechen den aktuellen Forderungen der Schulreformen der verschiedenen Bundesländer: Individualisierung und Inklusion. Die Ausweitung des Konzepts in die Sekundarstufe führte schließlich dazu, dieses Buch für die Klassen 3 bis 6 zu verfassen. Sämtliche Ideen sind auch auf höhere Jahrgänge übertragbar.

Der Film „Klasse Texte!"...

...entstand in der Endphase des Buches, und zwar in Klassen, die mit den Bausteinen arbeiten, die hier vorgestellt werden. Der Film gibt Einblick in den Unterricht im 4. und im 6. Schuljahr, außerdem enthält er einen Informationsteil für die schulinterne Fortbildung. Der Fokus liegt im Bereich Schreiben, v.a. für die Sekundarstufe werden zusätzlich Einblicke in das Rechtschreibtraining gegeben. Mein erster Film „Jedes Kind wertschätzen!" ist weiterhin jenen zu empfehlen, die sich für die Grundschule schwerpunktmäßig einen Einblick in den Bereich Rechtschreiben verschaffen möchten. In beiden Filmen wird die Integration beider Bereiche deutlich.

Buchteile I, II A und II B...

... können unabhängig voneinander gelesen werden.

Nehmen Sie die verschiedenen Bände dieser Veröffentlichung als Handbuch. Wählen Sie aus den Bausteinen jene aus, die Ihre eigenes oder das schulinterne Konzept von Unterricht voranbringen.

Lassen Sie sich inspirieren zu Schritten, die Glück, Muße und Zufriedenheit für Kinder und Lehrkräfte mitten im Unterrichtsalltag versprechen. Freude und Erfolg bei der Umsetzung wünscht Ihnen

Beate Leßmann

Leseproben Teilband II A

Leseprobe: Schreiben in Klassen 3 bis 6 (Grundlegung Schreiben, Einstieg ins Schreiben, Schreibgeheimnisse)

Beispielseiten zu folgenden Themen:

  • Schreiben - Grundlegung
  • Einstieg ins Schreiben
  • Reflexionsgespräche über Texte: Autorenrunden, Schreibgeheimnisse

Leseprobe: Schreiben in Klassen 3 bis 6 (Textsorten, Sachtexte, Leistungsüberprüfung, Fachcurriculum)

Beispielseiten zu folgenden Themen:

  • Autorenrunden, Textsorten
  • Texte in Schreibkonferenzen überarbeiten, Werkzeuge der Textüberarbeitung
  • Übersicht: Welche Textsorten müssen geschrieben werden?
  • Vorschlag für ein Fachcurriculum für Klassen 3 bis 6
  • Sachtexte schreiben
  • Übersicht Leistungskontrollen - Vorschläge für Klassen 3 bis 6

Rechtschreibung

"Nichts gibt besser Auskunft über die Entwicklungen im rechtschriftlichen Bereich als die eigenen Texte."

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